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Flachdach mit Flüssigem Kunststoff abdichten – eine Alternative zu Bitumen!

20 Juni 2012


Grundsätzlich gilt, dass Flachdächer aufgrund ihrer Form viel eher und heftiger Witterungseinflüssen unterliegen als Steildächer. Regen und Schmelzwasser bleiben länger stehen und unterschiedliche Temperaturen wirken sich, zusammen mit Sonnenlichteinstrahlungen, als Elastizitätszerreißproben aus.
Zunächst einmal sollten Sie dann Bescheid wissen darüber, mit welchem Grundmaterial Ihr Flachdach gebaut und isoliert ist. Häufig wird dabei Bitumen verwende, das aber nicht sehr elastisch ist und durch die oft extremen Witterungsbelastungen spröde und rissig wird. Dadurch wird z.B. immer eher eine Sanierung notwendig als bei einem Folien-Flachdach.

Drum ist es in manchen Fällen nur Makulatur und Augenwischerei und letztlich nur eine temporäre oder kostengünstige Lösung, kleinere undichte Stellen abzudichten. Meist sind diese Feuchtigkeitsurheber gar nicht so genau zu lokalisieren, oder sie sind nur Symptom dafür, dass das komplette Dach saniert werden muss.
Mittels modernerer Verfahren ist es seit Mitte der 70ger Jahre gelungen, Flüssigkunststoffe zu entwickeln, die den bisher verwendeten Materialien, vor allem Bitumen (Teer), doch überlegen sind. Musste ein Bitumendach zuvor alle 2-3 Jahre mit einem bitumösen Dachlack behandelt werden um Schäden präventiv zu begegnen. Denn gerade auch der Klimawandel tut ein Übriges, um dem Bitumen zuzusetzen.

Zwar haben die Bitumen Hersteller mittlerweile Verfahren entwickelt durch Kunststoffzusätze dem Bitumen mehr Festigkeit zu geben. Ob dies gelungen ist, wird erst die Zukunft zeigen.
Bei allen Bemühungen muss man dennoch anmerken, dass das Ausgangsmaterial Bitumen ber oberflächenspröde ist, sich unter Klimaeinwirkungen verändert. Die dabei auftretenden Risse lassen Regenwasser eindringen, der dem Dach dann in der nächsten Frostperiode den endgültigen Stoß versetzt. Hat das Material einmal seine Elastizität und Klebekraft verloren, können immer mehr Schäden auftreten (dampfblasen, Risse), die letztendlich in die Bausubstanz eindringen und ihr schädigend zusetzen. Vor allem an Stellen, an denen zwei Materialien aufeinander treffen, treten bevorzugt Schäden auf.
Aber um das Flachdach abdichten zu können, muss man bei den seit den 90gerJahren auf dem Markt befindlichen Flüssigkunststoffen kein Fachmann sein, sondern kann die undichten Stellen auch als Heimerker bearbeiten, bzw. das komplette Dach selbst sanieren. Das Material spricht für sich und wer Wert darauf legt endlich einmal mit dem Thema undichte Stellen und das Flachdach abdichten nichts mehr zu tun haben möchte, tut dies mit Flüssigkunststoff. Immerhin haben Tests gezeigt, dass auch nach 30 Jahren noch keine Undichtigkeiten gegeben oder Beanstandungen anderer Art notwendig waren.

Alle Werkstoffe, die beim Flachdach abdichten zum Einsatz kommen müssen, sind einkomponentig und damit absolut Heimwerker geeignet. Die Flüssigkunststoffe sind zu 100% Wasserdicht, wenn sie in einer Stärke von 2,5 bis 3mm aufgetragen werden und außerdem hochelastisch.
Aufgetragen wird der Flüssigkunststoff dann ja nach Geschmack mit Rolle oder Pinsel. Nach dem Trocknen hat man einen weitaus besseren und langanhaltenderen Schutz als mit herkömmlichen Methoden. Zum Flachdach abdichten mit Flüssigkunststoff eignen sich Bitumendächer (auch bei anschließender Dachbegrünung), Metalldächer und Wellplattendächer.
Beim Flachdach sanieren gilt es eine bestimmte Arbeitsschrittigkeit einzuhalten, um auf lange Sicht hin Freude am Dach zu haben.

Das Dach muss gereinigt werden undichte Stelle werden mit PU-Dichtmasse vorbehandelt. Abhängig von dem Zustand des Untergrundes sollte eine Grundierungsschicht aufgetragen werden. Die dauerelastische 2mm starke Dichtschicht wird dann in zwei Schritten aufgetragen. Der letzte Arbeitsschritt umfasst das Auftragen der Deckschicht.
Das anzutreffende Ergebnis ist eine unverwitterbare, homogene Schicht, die dauerelastisch ist und eine nahtlose Oberfläche präsentiert.

Richtiger Umgang mit einem Dachpappen-Brenner

29 Mai 2012

Fast bei jedem Hausbau wird für die Abdichtung vor Feuchtigkeit vom Dach, vom Keller oder vom Balkon eine Bitumenschweißbahn verwendet. Aufgetragen wird die Bitumenschweißbahn im sogenannten Aufflammverfahren, dies bedeutet das die Bitumenschicht der Schweißbahn unter Hitze verflüssigt wird. Dies ist notwendig zum einen wegen der Dichtigkeit, aber auch für die Haftung am Untergrund.

Werkzeug prüfen- bevor es los geht!

Bevor man mit einem Dachpappen- Brenner mit der Abdichtung von einem Dach anfangen kann, sollte man den Brenner, den Schlauch wie auch den Anschluss prüfen. Zum Betrieb vom einem Dachpappen- Brenner ist Gas notwendig, daher sollte der Schlauch wie auch der Anschluss entsprechend geprüft sein. Prüft man sein Werkzeug nicht, kann es durch Undichtigkeiten im Anschluss oder am Schlauch zu einer Entzündung vom Gas kommen. Bei der Arbeit selbst, ist darauf zu achten das der Gas- Schlauch nicht versehentlich durch die Brennerflamme beschädigt wird. Stellt man während den Arbeiten eine Undichtigkeit am Anschluss oder am Brenner fest, ist der Gasanschluss an der Gasflasche sofort zu schließen und zu prüfen.

Bitumen wird vom Dach entfernt

Wichtig ist auch: Bevor es losgeht, altes Bitumen gründlich vom Dach entfernen!

Dies muss man bei Verwendung von einem Brenner beachten

Bei der Verwendung von einem Dachpappen-Brenner, zum Beispiel zum Flachdach abdichten muss man einiges beachten. Bevor man mit der Abdichtung anfangen kann, muss man meist den Untergrund mit einem bitumenhaltigen Voranstrich vorbereiten. Was oft unterschätzt wird ist die Entzündlichkeit von diesem Voranstrich, insbesondere wenn man die Trocknungszeiten nicht beachtet. Beginnt man zu früh mit dem Aufschweißen der Bitumenschweißbahnen, kann sich der Voranstrich und somit der Untergrund entzünden. Daher müssen unbedingt die jeweiligen Herstellerangaben zu den Trocknungszeiten beachtet werden, wenn man den Untergrund bearbeiten muss. Ist der Untergrund eine Dämmlage auf der die Schweißbahn aufgetragen wird, muss man auch hier vorsichtig sein. Erhitzt man die Schweißbahn und somit den Untergrund zu stark, kann es zu Schmelzungen bei der Dämmlage kommen. Dies kann letztendlich dann Löscher in der Dämmlage bzw. sich auch negativ auf die Dämm- Eigenschaften auswirken. Wird die Dämmschicht zu stark erhitzt, ist unter Umständen sogar eine Entzündung der Dämmschicht möglich.

Als weiteres muss man beim Flachdach abdichten beachten, dass man die Bitumenschweißbahn beim Flachdach abdichten nicht zu lange mit der Flamme erhitzt. Eine zu lange Erhitzung der Schweißbahn kann die Oberschicht beschädigen. Eine solche Beschädigung der Oberfläche kann zu Undichtigkeiten und Rissen in der Schweißbahn und letztendlich zu Schäden am Dach führen.

Sicherheit bei der Arbeit mit dem Dachpappen- Brenner

Die Prüfung und Sicherheit der Werkzeuge wurde bereits erwähnt, auch bei den einzelnen Arbeitsweisen wurde auf die Gefahren hingewiesen. Die Hauptgefahr bei der Arbeit mit einem Dachpappen- Brenner ist durch die offene Flamme und die hohe Temperatur, die Brandgefahr. Es ist daher wichtig, dass bei der Arbeit mit einem Dachpappen- Brenner möglichst vorsichtig umgegangen wird und die Brandgefahren minimiert werden. Dies ist zum Beispiel möglich, in dem man die Arbeitsstelle möglichst sauber von entzündlichen Baustoffen hält. Auch sollte bei der Arbeit mit einem Dachpappen- Brenner immer ein Löschgerät vorgehalten werden.

Selbstklebende Dachpappe

9 Mai 2012

Dachpappe mit Kaltkleber
Der übliche Weg, wie man mit Dachpappe ein Flachdach abdichten kann, ist die Bahnen mit einem besonderen Kleister zu versehen, der auch als Kaltkleber bezeichnet wird. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass der Heimwerker, im Gegensatz zur Bitumenschweißbahn, beim Verlegen nicht schweißen muss. Der Nachteil ist, dass der Kaltkleber nicht lange hält, immer wieder erneuert werden muss und dadurch regelmäßiger Handlungsbedarf besteht, wenn das Dach wasserdicht bleiben soll. Bei der Auswahl des richtigen Klebers sollte ein Dachdecker beraten, der gleichzeitig einschätzen kann, ob es reicht, die Dachpappe nur punktuell oder besser ganzflächig zu verkleben.

Die Bitumenschweißbahn
Unter einer Bitumenschweißbahn ist ein Vlies aus Kunststoff oder Glas zu verstehen, das von zwei Seiten mit Bitumen beschichtet ist. Sie wird überlappend neben die andere Bahn gelegt. Die Schweißbahnen werden zunächst erhitzt und dann, inzwischen flüssig geworden, miteinander verschweißt. Dieses Verfahren ist nicht einfach und sollte eher von einem Fachmann durchgeführt werden, der sich professionell mit einem Gasbrenner auf einem Dach bewegen kann und sorgfältig darauf achtet, dass auch alle Stellen dicht geschlossen sind und keine Feuchtigkeit eindringen kann.
Immer beliebter wird die Kombination aus beiden Verfahren. Die Dachpappe wird zuerst verlegt und mit Kaltkleber und Nägeln stabilisiert. Danach wird eine Schweißbahn auf die Dachpappe gelegt und fest verschweißt.

Selbstklebende Dachpappe
Auf kleinen Bauten, zum Beispiel Holzschuppen oder Gartenhäuschen, ist selbstklebende Dachpappe die richtige Wahl, besonders dann, wenn das Dach nur wenig Tragkraft hat. Das oberste Gebot ist allerdings, wie bei den anderen Verfahren mit Gasbrennern oder Kaltklebern auch, dass der Untergrund absolut sauber sein muss. Der Schmutz gefährdet die Haltbarkeit der Dachpappe. Die Gefahr ist weniger, dass der Kleber nicht haftet, sondern eher, dass der Schmutz die Dachpappe angreift und sie dadurch wasserdurchlässig wird. Sind die Bahnen ausgebreitet, wird die Abziehfolie mit einem Messer entfernt. Damit die Bahnen nicht schief und krumm verlegt werden, muss schnell und genau gearbeitet werden, weil der Kleber sehr stark haftet und nachträgliche Korrekturen schwierig sind. Wer diese Arbeiten noch nie gemacht hat und sich Ärger ersparen möchte, sollte sich unbedingt professionell helfen lassen.
Erfahrene Heimwerker wissen, dass bei aller Sorgfalt auch die Außentemperatur während der Arbeit berücksichtigt werden muss. Das beste Ergebnis wird zwischen mindestens 10°C erzielt, außerdem sollte es nicht regnen.
Die Kosten für selbstklebende Dachpappe sind höher als für normale Dachpappe. Positiv ist aber, dass für Kaltkleber und Gasbrenner die Kosten gespart werden, weil diese Produkte überflüssig sind. Andererseits ist geklebte Dachpappe nicht so robust und langlebig wie ein Dach, das geschweißt wurde. Wer ein Flachdach abdichten will, macht sich viel Arbeit und sollte das Verhältnis von Qualität und Preis genau überlegen, sonst ist die ganze Mühe vergeblich. Bei der Entscheidung, was auf das Dach gehört, sollte auch der geübte Heimwerker auf den Rat eines Experten hören, der am besten weiß, welche Beschichtung sinnvoll ist. Auch bei einem Gartenhaus, einem Carport oder Holzschuppen hängt die Wahl der Dachbeschichtung davon ab, ob das Gebäude viel Sonne oder Regen abbekommt, ob es unter einem Baum steht, Wind und Wetter ausgesetzt ist oder im Winter schwere Schneelasten tragen muss.

Bitumenschweißbahn

10 März 2010

Die Bitumenschweißbahn ist der Klassiker unter den Flachdach Abdichtungen. Das Bitumenschweißbahn verlegen verlangt ein wenig Übung. Die entstandene Abdichtung ist dafür aber sehr effektiv. um Bitumenschweißbahn zu verlegen, werden die Bitumenschweißbahnen auf dem abzudichtenden Flachdach mit einer Überlappung von einigen cm ausgerollt. Dann wird die Überlappung der Bitumenschweißbahn mit einem Brenner erhitzt, bis das Bitumen schmilzt. Auf diese Weise entsteht eine dichte Verbindung. Hierbei muß darauf geachtet werden, daß die Bitumenschweißbahn auch wirklich schmilzt, um keine Lücken in der Abdichtung entstehen zu lassen, die später mühsam aufgespürt und geschlossen werden müssen.

Bitumenschweißbahn

Aufbringen von Bitumenschweißbahn auf einem Flachdach (Photo: böhringer friedrich)

Sollten sie Bitumenschweißbahn länger als wenige Stunden lagern wollen, müssen sie dies unbedingt im Stehen tun! Lagern sie die Bitumenschweißbahn keinesfalls liegend, da diese sich dann nicht mehr abrollen lassen!

Bitumenschweißbahn besteht aus einer Trägersubstanz wie Glasvlies oder Kunststoffvlies, die mit Bitumen, das aus Erdöl gewonnen wird, beschichtet sind.

Das Verlegen von Bitumenschweißbahn, gerade an Wänden, ist sehr mühsam, dennoch ist es eine günstige, wie effektive Art, sehr dichte Isolierungen zu erzielen. Mittels Bitumenschweißbahnen lassen sich sogar Swimmingpools oder Ähnliches abdichten.

Bitumenschweißbahn ist die Klassische Abdichtung für Flachdächer. Auf kleinen Flächen, etwa wenn Sie Ihr Garagendach Abdichten, ist die Arbeit überschaubar. Sollten Sie jedoch noch nie Bitumenschweißbahn verlegt haben, ist es, gerade wenn Sie ein großes Flachdach abdichten wollen, ratsam, sich professionelle Hilfe zu besorgen.

Wenn sie die Kosten für das Verlegen reduzieren wollen, können Sie anstatt teure Brenner zu kaufen, diese in vielen Baumärkten weitaus günstiger mieten! Ein weiterer Kostenpunkt, der durch Nachlässigkeit entsteht, ist nicht erstattetes Pfand für die zum Schweißen benötigten Gasflaschen! Achten Sie daher unbedingt darauf, die Abschlusskappe der Gasflasche, die sie zum Betreiben des Brenners beim Bitumenschweißbahn verlegen benötigen, nicht zu verlieren, da Sie ansonsten für die ganze Flasche kein Pfand zurück erhalten!

Haben Sie Erfahrungen mit Bitumenschweißbahn? Schreiben Sie einen Kommentar!

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